Vom Verwalter zum Gestalter

Verwaltungen haftet seit langem der Ruf an, „bürokratisch“ zu sein. Sich mehr um Reglemente, Gesetze und Ausführungsvorschriften als um die Bedürfnisse der Bürger zu kümmern. Aus historischen Gründen ist diese Einschätzung nicht unverständlich. Ist es doch eine der Grundlagen der schweizerischen Stabilität, dass die Aufgaben perfekt und zuverlässig ausgeführt werden. Verwalten ist nun einmal eine der Aufgaben von Verwaltungen. Und das brauchte im Zeitalter von Papier und Bleistift, von Schreibmaschine und Durchschlägen auch enorm viel Zeit.

Heute aber wird viel der früheren Hand- und Sucharbeit durch Computer erledigt. Das gibt den MitarbeiterInnen mehr Möglichkeiten, sich wieder vermehrt an den Bedürfnissen der Bürger zu orientieren. Viele Gemeinden haben dies erkannt und autonom ihre Infrastruktur angepasst. Im nächsten Schritt geht es nun darum, dass das Potenzial aus den Investitionen in die Betriebsmittel auch möglichst vollständig genutzt werden kann. Die IT-Performance-Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, Mittel und Wege aufzuzeigen, wie das machbar ist. Eine dieser Massnahmen ist ein Datenpool von Informationen aus Gemeinden, der den Verantwortlichen eine Orientierung gibt, wie ihr IT-Mitteleinsatz im Vergleich zu anderen Gemeinden steht, wo ihr Nutzen aus der Mitarbeiter- und der Bürgerperspektive auf intelligente Art verbessert werden kann. Hier liegen, mit sehr wenig finanziellem Einsatz noch viele Chancen brach, die für die proaktive Gestaltung einer bürgernahen Organisation genutzt werden können.

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